Von 4. bis 24. März nahmen rund 100 Schülerinnen und Schüler unserer Schule freiwillig am österreichweit durchgeführten Handyexperiment teil. Die Schüler:innen konnten dabei selbst wählen, ob sie in diesen drei Wochen komplett auf ihr Smartphone verzichteten oder eine light Variante ausprobierten. Bei der light Variante ging es um einen bewussten Umgang mit dem Smartphone: Reduktion der Bildschirmzeit auf max. 1 Stunde pro Tag, Apps deaktivieren oder löschen, damit wieder mehr Zeit für das echte Leben frei wird.

Studien zeigen, dass hohe Social-Media-Nutzung zu erhöhtem psychischen Stress, Schlafproblemen und depressiven Symptomen führen kann. Ziel war es, die Mediennutzung reflektiert wahrzunehmen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Ein paar kurze Erfahrungsberichte von zwei Teilnehmer:innen:

„Da ich mich für die Light-Variante entschieden hatte fiel mir die Umgewöhnung ziemlich leicht. Manchmal habe ich mich dabei erwischt unnatürlich lange auf Apps zu scrollen, doch insgesamt war ich sehr stolz und zufrieden mit meinem Verzicht. Ich hatte mehr Kontakt mit außenschulischen Freunden, welche auch am Projekt teilnahmen und war sehr produktiv. Vor allem genoss ich das gemeinsame Frühstücken und Abendessen mit meiner Familie, da niemand von uns, währenddessen am Handy war. Ich würde nicht behaupten irgendwelche körperliche Vor- oder Nachteile verspürt zu haben während des Projektes, aber mein psychisches Wohlbefinden hat sich seitdem verbessert. Nun versuche ich weiterhin meine Handy Nutzung zu reduzieren . Im Großen und Ganzen würde ich an dem Projekt jederzeit nochmals teilnehmen wollen.“ – Marie, 6A

„Meine Klasse und ich haben an der vollen Version des Projektes mitgemacht. Leider konnten wir aufgrund der Skiwoche erst am Anfang der zweiten Woche mit dem Projekt beginnen. Mir fiel es oft schwer eine Beschäftigung zu finden und diese dann lange zu machen. Ebenso war es oft schwer, mit anderen ohne WhatsApp zu reden. Abgesehen davon hat das Projekt auch gute Seiten gehabt, da man kreativ werden konnte und neue Hobbys ausprobieren konnte. Insgesamt war das Handy Projekt sehr abwechslungsreich.“ – Simon, 3D

„Während dem 3-wöchigen Handyexperiment haben wir Unterschiede in unserer Denkweise gemerkt. Anfangs war das Gefühl kein Handy in der Jackentasche zu haben ungewohnt und die Nicht- Erreichbarkeit. Das schlimmste aber war, die exakten Busfahrpläne nicht zu wissen. Deshalb sind wir immer mit demselben Bus gefahren. Wir haben in der Schule auch ein wenig halluziniert. Aber nach einer Zeit haben wir uns daran gewöhnt den Alltag ohne Handy zu verbringen. Und gegen Ende des Experimentes war es uns nicht mehr wichtig, dass Handy zurück zu bekommen. Wenn es wieder ein Handyexperiment gäbe, würden wir nochmal mitmachen.“ – Marissa und Sarah, 4A