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Poesie der Pandemie

Das Journal gilt mittlerweile als das „coolere“ Tagebuch. Gemeinsam ist dem Tagebuch und dem Journal, dass sie aus dem Alltagsleben gegriffene Notizen in zeitlicher Reihenfolge darstellen. Doch beim „Journaling“ können die einzelnen Notizen zeitlich weiter auseinander liegen und unregelmäßiger erfolgen. Während das Tagebuch heute mitunter den Ruf hat (sicher zum Teil unberechtigterweise), sich wie der „Bericht eines verliebten Schulmädchens“ allein auf äußerliche Abläufe zu beziehen („Am Morgen aß ich ein Müsli, dann setzte ich meine Maske auf und ging einkaufen“), versucht das Journal die äußere Beobachtung stärker mit dem eigenen inneren Erleben (Gefühle, Gedanken) in Beziehung zu setzen.

Aufgabenstellung für die 4B, 4D und 4E (Fach Deutsch) war es, in Zeiten der Pandemie einen Alltagsgegenstand zu fotografieren und schreiberisch von einem bis dato wenig reflektierten Blickwinkel in den Blick zu nehmen.

  • Was ist mir zuvor an diesem Objekt noch nie aufgefallen, kommt mir aber jetzt, während des Lockdowns, in den Blick?
  • Wie ist meine Beziehung zu dem Alltagsobjekt?
  • Welche Gefühle verbinde ich damit?
  • Welche (philosophischen) Gedanken löst das Objekt aus?

Der Titel der Textsammlung, „Poesie der Pandemie“, ist nicht als Gattungsbezeichnung zu verstehen, sondern bezieht sich auf den poetischen Moment, in dem der Alltag während der Corona-Pandemie festgehalten wird.

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